HERZOG MAX, München

Herzog Max, München
Visualisierung: beyond visual arts GmbHHerzog Max, München

Umbau, Sanierung bzw. Instandsetzung eines Büro- und Geschäftshauses mit Denkmalschutz

Bei der Baumaßnahme des “HERZOG MAX’” handelt es sich um den Umbau des ehemaligen Karstadt Sporthauses in München, welches sich an der Ecke Neuhauser Straße und Herzog-Max-Straße befindet, direkt angrenzend an das Karlstor am Stachus.

Das Gebäude wurde durch eine Pulver-Explosion im Jahre 1857 sowie Kriegsschäden bis in das Jahr 1944 stark beschädigt und musste deshalb bereits mehrfach neu errichtet bzw. wiederaufgebaut werden.

Die letzte größere bauliche Maßnahme fand im Jahr 1990 statt. Hierbei wurde das Gebäude nahezu vollständig neu errichtet und in zwei Gebäudeteile unterteilt, die durch eine Fuge getrennt wurden. Den südlichen Gebäudeteil bildet das Haus Fahrig und den nördlichen Gebäudeteil das Haus Leinfelder. Lediglich die Fassaden im südlicheren Gebäudeteil (Haus Fahrig) sowie vereinzelte Untergeschossbereiche (zur Neuhauser Straße angrenzend) wurden erhalten.

Nach langer Nutzung als Kauf- und Warenhaus wird das Traditionsgebäude in eine neue Ära geführt. Das ehemalige Handelshaus wird zu einer vielseitigen Mixed-Use-Immobilie umgestaltet. Mit seiner Mischnutzung wird „Herzog Max“ zur Heimat von Forschung, Einzelhandel, Gastronomie und mehr.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Schaffung von lichtdurchfluteten Räumen. Durch die Öffnung der Dachlandschaft entstehen Lichthöfe, die die Etagen mit Tageslicht durchfluten. Das schafft eine angenehme Atmosphäre für zeitgemäßes Arbeiten und zeigt, wie Architektur den Nutzen einer Immobilie steigert. Durch den weitgehenden Erhalt der denkmalgeschützten Fassade bleiben Charakter und Bedeutung des Bauwerks erhalten.

Über das Projekt: HERZOG MAX

Bestandstragwerk

Das Bestandsgebäude gliederte sich in einen südlichen (Haus Fahrig) und einen nördlichen

Gebäudeteil (Haus Leinfelder). Es besteht aus einem Dachgeschoss, aus vier Obergeschossen, einem Erdgeschoss, einem Untergeschoss sowie im nördlichen Bereich aus einem zweiten Untergeschoss. Bei dem zu sanierenden Bestandsgebäude handelt es sich um einen Massivbau aus Flachdecken mit hohen Spannweiten und lokalen Stützenkopfverstärkungen, lagernd auf Stahlbetonwänden und -stützen. Die Aussteifung des Bestands erfolgt über die vorhandenen Treppenhaus- und Aufzugskerne in Verbindung mit den Deckenscheiben.

Umbaumaßnahmen

Als wichtige Vorleistung für die Planung wurde eine gründliche Analyse des Bestandsgebäudes durch das das Bauwerksdiagnostik-Team der ZM-I Gruppe durchgeführt und durch baugeleitende Untersuchungen bei Bedarf ergänzt.

Zur Schaffung von lichtdurchfluteten Räumen wurden neue Lichthöfe in das bestehende Bauwerk geschnitten und alle aussteifenden Treppenhauskerne abgebrochen. Zur Maximierung der Büroflächen wurden die an der Außenwand liegenden Treppenhauskerne wurden zusammengelegt und ins Gebäudeinnere verlegt. Auf Grund der Lage im Bereich der historischen Stadtmauer wurden für die Gründung der neuen aussteifenden Bauteile Tiefgründungsmaßnahmen erforderlich.

Alte Deckenöffnungen wurden verschlossen. Für die Realisierung eines zweigeschossigen Foyers wurde eine Bestandsstütze 80×80 cm über zwei Geschosse abgebrochen und durch eine neue Rundstütze Ø60 cm mit doppelter Knicklänge ersetzt. Zusätzlich wurden vereinzelt neue Stützen und Wände aus Stahlbeton ergänzt. Das Dach ist zu großen Teilen baulich erneuert worden.

Alle Abstimmungen zwischen den Planungspartnern, z.B. zur Schlitz- und Durchbruchsplanung, wurden über eine BIM-Plattform abgewickelt. Als Grundlage für das Modell wurde das Bestandsbauwerk zu Projektbeginn vermessen. Aus dem Tragwerksmodell wurden dann Schal- und Bewehrungspläne abgeleitet.

Baustellenlogistik

Die Baustellenlogistik stellte aufgrund der Lage in der Münchner Fußgängerzone besondere Anforderungen an die Planung und Ausführung. Die beengten Platzverhältnisse erschwerten sowohl die Anlieferung als auch die Lagerung von Materialien und erforderten eine präzise abgestimmte Bauablaufplanung. Zusätzlich kamen ein im Gebäude positionierter Kran sowie Portalkräne zum Einsatz, um die logistischen Abläufe innerhalb der engen innerstädtischen Situation sicherzustellen.

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Bereich Hochbau
Bauherr Euro Real Estate Germany, vertreten durch: Accumulata Real Estate Development GmbH
Architekt  OSA Ochs Schmidhuber Architekten
Standort München
Leistungen Tragwerksplanung Gebäude LPH 1– 6, 8 (gemäß HOAI 2013)

Ist-Zustandserfassung: Bauwerksuntersuchungen

Konstruktiver Brandschutz inkl. Heißbemessung

Brandschutzplanung LPH 1-5, 8 (gemäß AHO)

BIM

Brandschutzgutachten

Planungszeitraum 2020 – 2024
BGF ca. 14.500 m²
Nutzungsbeginn Juli 2025
Gesellschaft ZM-I München GmbH

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