Generalsanierung auf Passivhausstandard inkl. Erweiterung und Neubau einer Dreifach-Sporthalle
Beim Gymnasium Königsbrunn handelt es sich um einen typischen Schulbau aus den 70er Jahren in Stahlbetonbauweise. Die besondere Aufgabe bestand darin, im Rahmen eines DENA-Pilotprojektes erstmals ein solches Gymnasium auf Passivhausstandard zu ertüchtigen. Um die Maßnahme im laufenden Schulbetrieb durchführen zu können, musste zunächst ein Erweiterungstrakt mit 12 Klassenzimmern errichtet werden. Anschließend konnten die Umbaumaßnahmen in der bestehenden Schule durchgeführt werden. Ein bisher offener Innenhof wurde komplett unterkellert, um die sehr große Lüftungsanlage aufnehmen zu können. Im Zuge der Maßnahme wurde dieser Innenhof geschlossen und mit einer Stahl-Glas Konstruktion überspannten Aula umgenutzt. Hinzu kam noch eine mit der Stadt Königsbrunn gemeinsam genutzte Dreifach-Sporthalle.
Über das Projekt: Gymnasium Königsbrunn
Das Schulgebäude aus den 70er Jahren bestand aus einzelnen Bauabschnitten, die in stark unterschiedlichen Bauweisen (Rippendecken; Hohlkörperdecken; Flachdecken) errichtet wurden. Der neue Klassentrakt wurde in konventioneller Stahlbetonbauweise, jedoch mit innovativer thermischer Trennung zu den Fundamenten hin errichtet. Die Aula wird mit großen Stahlrahmen aus scharfkantigen Hohlprofilen überspannt.
Die Umkleidebereiche der Sporthalle sind für einen Fahrradkeller unterkellert worden. Die aufgehenden Bauteile und die Umkleidebereiche wurden in konventioneller Massivbauweise errichtet. Die Halle selbst wird von 27 m weit gespannten Kastenträgern überspannt. Die Besonderheit dieser Kastenträger besteht darin, dass sie für Wartungs- und Kontrollzwecke begehbar sind. Diese Bauweise hat sich aus den Erfahrungen des Tragwerksplaners bei der Durchführung vieler Bauwerksprüfungen ergeben. Die Besonderheit dieser Kastenträger besteht darin, dass sie nicht nur beispielsweise den Austausch der Leuchtmittel von oben ohne Leiter ermöglichen, sondern auch gleichzeitig als Abluftkanäle dienen. Der Vorteil besteht darin, die Rauchmelder innerhalb dieser Kanäle anordnen zu können, weshalb diese nicht ballwurfsicher sein müssen.
Der weitere Vorteil ergibt sich im Hinblick auf den Holzschutz. Durch die zwangsweise Durchströmung wird ein sehr gleichmäßiges Klima innerhalb der Holzkonstruktion erreicht, was zu einer optimalen und über die Jahreszeit nahezu konstanten Ausgleichsfeuchte führen wird. Eine solche Konstruktion war nur möglich durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Architektur, HLS-Planung und Tragwerksplanung.
| Bereich | Hochbau |
| Bauherr | Landkreis Augsburg |
| Standort | Königsbrunn |
| Leistungen | Tragwerksplanung LPH 1-6 (gemäß HOAI) |
| Bauzeit | 2009 – 2014 |
| BGF | ca. 13.400m2 |
| Gesellschaft | IngPunkt Ingenieurgesellschaft für das Bauwesen mbH |
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